AKTIONSBÜNDNIS
GEGEN DIE NATO-SICHERHEITSKONFERENZ
c/o Friedensbüro,
Isabellastr. 6
80798 München
- PRESSEMITTEILUNG -
Sehr geehrte Damen und Herren,
am 13. März fand vor der DHL-Filiale, Bahnhofsplatz 1, eine Protestkundgebung
gegen die DHL statt. Etwa 50 TeilnehmerInnen, vor allem junge Leute, hatten sich
eingefunden, um im Rahmen des 2. bundesweiten antimilitaristischen Aktionstages
ihren Protest auf die Straße zu tragen. Der Aktionstag ist auch Teil der
Mobilisierung gegen den NATO-Jubiläumsgipfel, vom 3.-4. April 2009, in
Strasbourg und Baden-Baden.
Warum dieser Protest gegen die DHL? - DHL ist einer der deutschen Konzerne, die
Vorreiter der Verankerung von Krieg in Gesellschaft und Ökonomie sind:
Die hundertprozentige Posttochter liefert bereits seit 2002 für die Bundeswehr
eilige militärische Dokumente, militärische Ausrüstung und Verbrauchsgüter
bis 50 kg in Kriegsgebiete.
Unmittelbar nach Aufhebung der UN-Wirtschaftssanktionen gegen den Irak, im Mai
2003, hat die DHL dort als erstes Logistikunternehmen Dienstleistungen
angeboten, hauptsächlich für das US-Militär. Dadurch ist die DHL vom reinen
Profiteur des Irakkrieges zum unmittelbaren Kriegs- und Besatzungshelfer
avanciert. Auch in Afghanistan ist der Logistikkonzern Partner der US-Armee.
Im September 2008 bewarb sich die DHL als Logistikdienstleister der Bundeswehr,
die den bislang größten Auftrag der deutschen Transportbranche und das
umfangreichste Privatisierungs- und Umstrukturierungsprojekt der Streitkräfte
ausgeschrieben hatte. Es geht hierbei um einen Milliardenauftrag mit einer
Laufzeit von zehn Jahren. - Sollte die DHL diesen Auftrag bekommen wird sie auch
Kriegsgerät, Soldaten, Munition und Treibstoff an die verschiedenen
Kriegsschauplätze transportieren und Bundeswehrmaterial lagern.
Aus all diesen Gründen bezeichnen wir DHL als »Deutsche Heeres Logistik«.
Dies alles geschieht auch im Rahmen einer Entwicklung, die zivile Strukturen
zunehmend für militärische Zwecke nutzbar macht. Wir werden uns auch weiterhin
dafür stark machen, dass sich die DHL aus dem Kriegsgeschäft zurückzieht!
Mit freundlichen Grüßen
i.A. des Aktionsbündnisses
München, 13. März 2009
Manfred Mularzyk
Für Rückfragen: Telefon: 08331-90039
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