Wir bitten dringend um Eure/Ihre Unterstützung!

Unterstützerbeitrag: Einzelpersonen/kleine Gruppen € 30,00, große Organisationen mind. € 50,00 Stichwort „Gelöbnix“, Kontoinhaber: Martin Löwenberg, KtoNr. 28 26 48 02, Postbank Muenchen 700 100 80

Unterstützung bitte per e-Mail gegenkriegemail@aol.com
oder per Fax 089/168 94 15


AUFRUF:
Kein Militärspektakel auf dem Marienplatz!
Kein Werben fürs Sterben!


Der Marienplatz, politisches Zent­rum der Stadt, soll für militärische Selbst­darstellung missbraucht werden. Die Bundeswehr plant dort für den 30. Juli ’09 ein öffentliches SoldatInnengelöbnis. Dies ist ein weiterer Schritt zur Militarisierung öffentlicher Räume.

Diese Zurschaustellung des militärischen Gewaltapparates in der „Guten Stube“ Münchens soll die Öffentlichkeit daran gewöhnen, dass die Bundeswehr und ihre weltweiten Kriegseinsätze alltäglich sind, und damit „salonfähig“ werden.

Aber die Bundeswehr hat in Schulen, in Arbeitsagenturen oder auf dem Marien­platz so wenig zu suchen wie in Afghanistan oder am Horn von Afrika.

Wir wollen kein Militärspektakel in unserer Stadt!

Wie der Presse zu entnehmen war, wurde von der Stadt München vom ur­sprünglich geplanten Ort der Vereidigung, dem Odeonsplatz, abgeraten. Dieser sei durch die unsägliche Tradition der Aufmärsche der Nazis in München his­to­risch belastet. Aber vom Marienplatz aus haben die Nazis 1938 zu den Po­gro­men gegen jüdische Bürger aufgerufen. Diese historische Belastung scheint den Verantwortlichen nicht dramatisch genug zu sein.

Wir wollen kein Bundeswehrgelöbnis. Weder auf dem Odeonsplatz noch auf dem Marienplatz noch sonst wo.

Das Gerede von den „humanitären oder friedenschaffenden Einsätzen“ täuscht nicht darüber hinweg, dass in der Bundeswehr das Mordhandwerk gelehrt und gelernt wird, um Krieg gegen andere Länder zu führen.

Deshalb wehren wir uns gegen die  Gelöbnisfarce und rufen dazu auf, am 30. Juli ’09 zum Marienplatz zu kommen und lautstark gegen dieses Militärspektakel zu protestieren.
 
Gelöbnistext ist Heuchelei

Die Bundeswehrsoldaten, die am 30. Juli unter Marschmusik auf dem Marienplatz auflaufen, sollen geloben, „der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“.

Bereits vor zehn Jahren, im März/April 1999 beteiligte sich die Bundeswehr aktiv am völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien, bombardierte serbische Städte, Industrieanlagen, Brücken, Schulen und Krankenhäuser. Die Bilanz: Tausende Tote, mehrheitlich Zivilisten..

Heute ist die Bundeswehr Teil der NATO-Besatzungstruppen in Afghanistan und beteiligt sich an einem mörderischen Krieg, der die Probleme dieser Region nur vergrößert und tausende Opfer kostet.

Das ist andauernder Verfassungsbruch.

Laut Grundgesetz ist die Aufgabe der Bundeswehr ausschließlich die Landesverteidigung. Doch für die Regierenden ist dieser Verfassungsgrundsatz längst obsolet geworden. In den „Verteidigungspolitischen Richtlinien“ erklärt die Bun­desregierung: „Landesverteidigung entspricht nicht mehr den aktuellen politischen Erfordernissen“.

Stattdessen sei die Bundeswehr heute ein „unverzichtbares Instrument, um die Interessen Deutschlands und seinen internationalen Einfluss zu wahren“. Nichts wird verteidigt!

Die weltweiten Militärinterventionen der Bundeswehr dienen ausschließlich dazu, die Großmachtansprüche Deutschlands und die Expansionsinteressen der Kon­zerne durchzusetzen, den Zugriff auf die knapper werdenden Rohstoffe militä­risch abzusichern und nicht zuletzt den Profitinteressen einer skrupellosen Rüs­tungs­industrie.

Genausowenig ist die Bundeswehr dazu da, „das Recht und die Freiheit des deut­schen Volkes tapfer zu verteidigen“, im Gegenteil. Mit dem geplanten Bun­deswehreinsatz im Inneren sollen in Zukunft die Streitkräfte gegen die Bevölke­rung eingesetzt werden können, gegen Massenproteste und Streiks, nicht zu Ver­teidigung, sondern zur Unterdrückung von Freiheitsrechten.
 
Recht und Freiheit verteidigen heißt:
 
Das erste Recht aller Menschen, und nicht nur des „deutschen Volkes“, ist das Recht auf Leben. Ein Leben in Würde, ohne Krieg, Angst und Unterdrückung. Die Bundeswehr-Armee ist aber für das Gegenteil zuständig.
 
„Gedient“ wäre „unserem Land“, vor allem aber den Menschen in den von der NATO besetzten Ländern, mit dem sofortigen Abzug der Bundeswehr aus Af­ghanistan und mit der Beendigung aller Auslandseinsätze der Bundeswehr. Da­mit würden Milliarden-Beträge frei für Bildung, sinnvolle Arbeitspätze und den ökologischen Umbau der Wirtschaft.
 
Recht und Freiheit verteidigen heißt:

Verteidigung der demokratischen und sozialen Rechte, Schluss mit der Über­wa­chung und Bespitzelung der BürgerInnen, Schluss mit der immer weiteren Ein­schränkung der Versammlungsfreiheit und des Streikrechtes.
 
Töten auf Befehl ist Mord! Deshalb:


Im Klartext müsste die Gelöbnisformel eigentlich heißen:

„Ich gelobe, den Interessen der Rüstungsindustrie treu zu dienen, das Recht der Besitzenden und die grenzenlose Freiheit des globalen Kapitalismus tapfer zu verteidigen und der Profitgier von Banken und Konzernen notfalls auch mein Leben zu opfern.“

Deshalb: Gelobt nix!

Montag 27. Juli 2009, 1730 Uhr:
Antimilitaristische Protestkundgebung auf dem Marienplatz

Donnerstag, 30. Juli 2009, 14 Uhr auf dem Marienplatz:
GELÖBNIX – Öffentliches Rekrutengelöbnis der Bundeswehr

Es rufen auf: AK Gewerkschaften · Attac München · Bayerischer Flüchtlingsrat · Bür­­gerInnen gegen den Krieg, Landkreis Ebersberg · Das Andere Bayern e.V. · Deutscher Frei­denker­verband OV München · DFG-VK München · Die Linke. München · Die Linke. Stadtrats­gruppe München: Brigitte Wolf, Dagmar Henn, Orhan Akman · DKP München · IL-FreundIn­nen­kreis München (Interventionis­tische Linke) · Leonie Droste · Wolfram Kastner, Künstler · Toni Kil­ger, Jurist · Frieder Köllmayr, Vors. Das Andere Bayern e.V. · Ruth Kornder · Christiane Kröll · Kuhle Wampe, München · Ligsalz8 e.V. · links­jugend [‘solid] München · Martin Löwenberg · Münchner Bündnis gegen Krieg und Rassismus · Münchner Friedensbündnis · Münchner Mon­tagsdemo · Ökume­ni­sches Büro für Frieden und Gerechtigkeit, München, e.V. · PAKT, München · RSB, IV. Inter­na­tio­nale · Claus Schreer · Helga Seidemann (DFG-VK im Städtedreieck Maxhütte-Haidhof) · SAV – Sozialistische Alternative, OG München · Sozialistische Deutsche Arbeiter­ju­gend SDAJ München · VVN-BdA Landshut (Vereinigung der Verfolgten des Nazire­gi­mes – Bund der Antifaschistinnen und Anti­fa­schisten) · ver.di Jugend München · Konstantin We­cker · Welt ohne Kriege e.V.


Unterstützungserklärungen bitte mailen an:
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SpendenKONTO:
Martin Löwenberg, KtoNr. 28 26 48 02,
Postbank München, BLZ: 700 100 80, „GELÖBNIX“
 
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